Mi 02.12. um 20:00 VERSschmuggel – Eine Karawane der Poesie
In Lesung und Gespräch Mohammad Al-Dominy Saudi-Arabien und Sylvia Geist Ronnenberg Mohammad Al-Harthy Oman und Ron Winkler Berlin Mohammad Al-Nabhan Kuwait und Tom Schulz Augsburg Moderation Qassim Haddad Bahrain und Michael Roes Berlin<br/><br/>
Bahrain, Dubai, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien – gleich fünf Ländern der Golf-Region kommen die Autoren des jüngsten VERSschmuggel-Projekts. Der bahrainische Dichter Qassim Haddad kuratierte die Auswahl der arabischen Lyriker. Fünf Dichter-Paare arbeiten unterstützt von Dolmetschern vier Tage lang an den poetischen Neufassungen der Texte ihres jeweiligen Partners und übertragen diese ins Arabische bzw. Deutsche. Die Ergebnisse und Erfahrungen dieses Austauschs werden an zwei Abenden vorgestellt und erscheinen im kommenden Frühjahr im Wunderhorn-Verlag in einer zweisprachigen Anthologie. Anlässlich der Veröffentlichung werden alle Dichter auch auf Tournee durch die Golfstaaten gehen.<br/><br/>
Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes, des Kultusministeriums Bahrain und der Langenscheidt KG. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Bahrain und dem Goethe-Institut der Golf-Region<br/><br/>
Mohammad Al-Dominy (*1959, Saudi-Arabien), Dichter, Autor und Kulturredakteur, gilt als einer der wichtigsten Erneuerer der zeitgenössischen saudi-arabischen Dichtung. Seit 1989 sind von ihm zwei Gedichtbände erschienen.<br/><br/>
Einige von Sylvia Geists (*1963, Berlin) Themen sind die Durchdringung von Poesie und Naturwissenschaft oder der Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Wahrnehmung. Sylvia Geist veröffentlichte mehrere Lyrikbände, einen Prosaband und ist als Übersetzerin tätig.<br/><br/>
Mohammad Al-Harthy (*1962, Oman), Dichter, Prosaautor und Reiseschriftsteller, arbeitete zunächst im Bereich der Geologie und Meeresbiologie, ehe er sich ausschließlich der Literatur widmete. Seit 1992 hat er vier Gedichtbände publiziert.<br/><br/>
Ron Winkler (*1973, Jena) ist Herausgeber der Literaturzeitschrift „intendenzen“ und Leonce-und-Lena-Preisträger 2005. In der Begründung der Jury hieß es, dass seine Gedichte „gekennzeichnet von Ironie und Selbstironie, Spiel und Komik sowie immer auch von existenzieller Ernsthaftigkeit“ seien.<br/><br/>
Mohammad Al-Nabhan (*1971, Kuwait) lebt in Kuwait und in Kanada. In Nordamerika begründete er die Kulturstiftung „Jozoor“ mit. Al-Nabhans Gedichte sind Ausdruck der Fremdheit im eigenen Land, mithilfe der Sprache baut er sich eine „Heimat aus Worten“.<br/><br/>
Tom Schulz (*1970, Oberlausitz) ist Lyriker, Prosaautor und Kritiker. Im Herbst 2009 erschienen gleich zwei Bücher von ihm: Er gab die Anthologie politischer Lyrik „alles außer Tiernahrung“ (Rotbuch) heraus, außerdem wurde sein neuer Gedichtband „Kanon vor dem Verschwinden“ im Berlin Verlag veröffentlicht.